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Beschäftigung mit Schach in KITA-Einrichtungen der AWO in Reichenbach (Vogtland)

Schachfreund Andreas Heyne vom SG Waldkirchen bekam im Dezember 2013 die neue Methodik und das zugehörige Übungsheft für Kinder des Projektes Kinderschach bei der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Aalen in die Hand. Er stellte die Idee kurzerhand in Reichenbach der Sachgebietsleiterin/Fachberaterin für Kindertagesstätten der AWO Vogtland Bereich Reichenbach e.V., Marion Lange vor und der Startschuss war gemacht.

Der Kontakt zu Harald Niesch war schnell hergestellt und als Schulschachreferent des Schachverbandes Sachsen organisierte er für den 06. September die Weiterbildung für die ErzieherInnen der 13 Einrichtungen der AWO Vogtland . Als Referent wurde Dr. Dirk Jordan, Vizepräsident des Vereins Kinderschach in Deutschland e.V. gewonnen. Mit 16 Teilnehmerinnen und 2 Teilnehmern war die Ganztagsveranstaltung „ausgebucht“. In interessanten, aber auch anstrengenden 8 Stunden wurde von den MitarbeiterInnen der Kindertagesstätten ein umfangreiches Programm in drei Blöcken bewältigt.
Nach einer kleinen Vorstellungsrunde zum gegenseitigen Kennenlernen und insbesondere zum Klären des Ausgangsstandes ging es sofort mit einer kurzen Einstimmung zur Geschichte, Entwicklung und Gegenwart des Schachs los. Die Erkenntnisse der Trierer Schulschachstudie und die positiven Resultate aus dem Kita-Projekt in NRW (Ralf Schreiber, Dr. Marion Kauke u.a.) rundeten das Bild ab. Danach wurde niederschwellig das Grundlagenwissen für einen Einstieg in die Beschäftigung mit Schach nicht nur dargestellt, sondern gleich praktisch an 9 Brettern im Pärchenmodus geübt. Dabei ist in den 14 Lektionen großer Wert auf die kindgerechte Einführung gelegt worden. Mit dem neuen Tischdemo (zwei- und dreidimensional), dem magnetischen Wanddemonstrationsbrett und dem Spielmaterial (schwarz/weiße Bretter mit Zahlen und Buchstaben mit jeweils zwei Damen) stand ausgesuchtes didaktisches Material zur Verfügung. Der Einsatz von Muggelsteinen, Plastikchips, Schachkarten und Schachwürfel wurde praktiziert. Zum Beispiel wird das Pferdeäpfelchen-Spiel allen noch lange in Erinnerung bleiben. Die Vorstellung der Grundelemente der Methodik (Wiederholung, didaktische Tips, Lerninhalte, Übungen, Spiel&Spaß) nahm breiten Raum ein. Die Anwendung des Übungsheftes folgt der sogenannten „Buntstiftmethode“. Hier können sich die Kinder durch Ausmalen, Ankreuzen, Ausfüllen u.ä.m. spielerisch mit Schach beschäftigen. Der ganzheitliche Ansatz der Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten wird eingerahmt durch vielfältige Verbindungen zum Rechnen, zur Sprache, zur Geschichte, zu körperbetonten sportlichen Elementen und sozialer Kompetenzentwicklung der Kinder im Alter zwischen 5 und 9 Jahren. In der „Auswertungsrunde“ hoben die TeilnehmerInnen den sehr praxisorientierte Ansatz der Weiterbildung besonders hervor und regten einen Aufbaukurs nach etwa einjähriger Erfahrung bei der Einführung der Beschäftigung mit Schach in ihren Einrichtungen an. Darüber hinaus stellte Herr Heyne (SG Waldkirchen) seine Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung des Projektes zur Verfügung und wünschte jedem Einzelnen dabei gutes Gelingen.Abschließend dankte Frau Lange allen TeilnehmerInnen und dem Referenten für die harte Arbeit an einem so sonnigen Tag.
Und auch die Presse berichtete über die gelungene Veranstaltung:

10.09.2014: Vogtlandspiegel
Schach in Kita-Einrichtungen der AWO Reichenbach

09.09.2014: www.vogtland-schach.de
“Schach matt” in den Kitas der AWO Reichenbach

10.09.2014: Schachverband Sachsen e.V.
Schach im Kindergarten – 18 Erzieherinnen bieten im Bereich Reichenbach Schach für die frühkindliche Entwicklung an

erstellt am: 11.09.2014 von Koppe